Petra´s Pflegehinweise

Auspflanzen
Pflanzen Sie Ihre neuen Rosenstöcke am besten an einem sonnigen, luftigen Standort. Zumindest einen halben Tag sollte die Sonne auf Ihre Lieblinge scheinen und der Wind das Laub nach einem Regentag bald wieder abtrocknen. Unsere Containerrosen können Sie das ganze Jahr pflanzen, außer wenn die Erde gefroren ist. Sie sind gut durchwurzelt und wachsen daher zügig weiter.

Beim Auspflanzen sollen die Erde im Topf und das Pflanzloch feucht sein. Graben Sie das Pflanzloch so tief, dass die Veredlungsstelle der Rose ca. drei Fingerbreit unter die Erdoberfläche kommt, bzw. das Containersubstrat jedenfalls mit etwa 2 cm Ihrer Gartenerde bedeckt ist. Verwenden Sie im Pflanzloch gute, humusreiche Erde, und Ihre Rose wird sich bei Ihnen wohl fühlen.

Düngen
Rosen brauchen in der Wachstumsperiode genug Dünger. Wir kompostieren unsere Gartenabfälle, die mit Pferdemist aus einer biologischen Landwirtschaft vermischt werden. Dieser Kompost wird im Herbst zu den Rosen gestreut. Außerdem werden nach Bedarf im Frühjahr Hornspäne und Haarmehl, sowie zweimal pro Jahr Steinmehl gestreut. Die längere Auflösungszeit bei den organischen Düngern kommt dem gleichmäßigen Nährstoffbedarf der Rosen entgegen. Vermeiden Sie alle schnell abbaubaren mineralischen Dünger, durch die das Laub nur „schwammig“ und die Gefahr von Pilzkrankheiten erhöht wird.

Sehr gute Erfahrungen machen wir mit „EM“ den Effektiven Mikroorganismen, die in den Boden 1:50 mit Wasser verdünnt gegossen werden. Diese Mikroorganismen arbeiten im Boden die Nahrung für die Rosen auf. Der Erfolg ist schon allein an den vielen Regenwürmern sichtbar. „EM“ ist ein sehr preiswertes Pflanzenstärkungs- und Bodenbelebungsmittel, das Sie auch in Petra´s Rosengarten erstehen können.

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Pflanzenschutz
Beim Pflanzenschutz kamen uns die reichen Erfahrungen aus der Gerberagärtnerei zu gute. Schädlinge entwickeln rasch Resistenzen gegen konventionelle Spritzmittel. Alternative Mittel wie NeemAzal, Spruzit und Neudosan, wenn sie richtig angewandt werden, wirken besser und sind biologisch. Mit entsprechenden Kulturmaßnahmen kann die Wirkung noch erhöht werden.

Die zahlreichen Pilzkrankheiten der Rosen stellen eine große Herausforderung an den Biogärtner. Hier ist auch zuerst auf richtige Kulturmaßnahmen zu achten. „EM“ wirkt unterstützend und wird in Petra's Rosengarten alle 14 Tage gegossen.

Nach dem Frühjahrsrückschnitt bei Temperaturen über 10° C werden unsere Rosen vorbeugend gegen Rote Spinne und Mehltau mit Netzschwefel gespritzt. In weiterer Folge werden 14-tägig Fenchelöl und Steinhauer´s Mehltauschreck für die Widerstandsfähigkeit der Rosen gegen Pilze gespritzt. Wenn sich doch einmal Mehltau bilden sollte, nehmen wir zur Schadensbegrenzung Bittersalz.
Bei Vollmond und ab August durch die Frühnebel steigen vermehrt Pilze aus dem Boden auf. 3-4 Tage vor Vollmond mit Schachtelhalmtee oder dem fertigen Konzentrat Equisetum Plus spritzen wirkt vorbeugend gegen Pilzerkrankungen, besonders gegen Mehltau.

Um die Rosen gesund zu halten, soll das Laub nach Möglichkeit trocken bleiben. Wir verwenden zum Gießen der Rosen eine Tröpfchenbewässerung, die am Boden liegt. Da die Wurzeln besonders bei älteren Rosen über 1m tief  wachsen können,  reicht es, wenn Sie Ihre Rosen nur ein bis zwei mal pro Woche gießen, dann aber ausgiebig. Bei neu ausgepflanzten Rosen müssen Sie natürlich öfter auf den Wasserbedarf achten.

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Rosenschnitt
Immer wieder werden wir nach dem richtigen Rosenschnitt gefragt. Wir schneiden unsere Rosen erst im Frühjahr zurück. Sollten Sie aber einmal blühende Rosen1) haben, dann schneiden Sie diese bitte erst nach der Blüte zurück. Einmal blühende Rosen blühen nämlich nur am zweijährigen Holz. Bei den öfter blühenden Freilandrosen ist der richtige Zeitpunkt zum Rückschnitt, wenn die Forsythien blühen. Die Höhe des Rückschnitts hängt vom Alter und Aufbau des Rosenstocks und auch von der Sorte ab. Wir beraten Sie gerne bei einem Besuch in Petra´s Rosengarten.
1) Vor allem Strauch- und Kletterrosen blühen überwiegend am 2-jährigen Holz. Hier wird auch nicht jeder Trieb zurück geschnitten, es werden eher alte Zweige oder zu dicht wachsendes Jungholz zur Gänze entfernt.

Überwintern
Zum Überwintern der Rosen, häufeln wir die Erde um die Rose an. Das ist in unseren Breiten normalerweise ausreichend. Wenn Ihre Rose in einem Container auf dem Balkon oder der Terrasse steht, ist ein Schutz aus (Tannen)reisig ratsam. Bei gefrorenem Boden kann die Rose mit ihren Wurzeln kein Wasser aufnehmen. Durch den Schutz mit (Tannen) reisig kann die Verdunstung an Frosttagen vermindert werden.

Wildtriebe
Ein wichtiges Thema sind auch die Wildtriebe. Sie erkennen diese, wenn unter der Veredlungsstelle neue Triebe austreiben. Wildtriebe unterscheiden sich vom Laub der Edelrose in der Form der Blätter und meist auch im Farbton. Es ist wichtig, diese Triebe direkt am Austrieb zu entfernen.

„Letztes Jahr hatten wir eine enttäuschte Kundin im Rosengarten. Sie konnte nicht verstehen, warum sich ihr Rosenstock sowohl in der Blüte als auch im Laub so nachteilig verändert hat. Bald war uns klar, sie hatte die Wildtriebe nicht entfernt“.

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